{"id":1505,"date":"2019-06-15T13:04:55","date_gmt":"2019-06-15T11:04:55","guid":{"rendered":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/?page_id=1505"},"modified":"2019-06-15T13:04:55","modified_gmt":"2019-06-15T11:04:55","slug":"kamerun-2017","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/kamerun-2017\/","title":{"rendered":"Kamerun 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>[8. Update, Stand vom 24.8. (erstes Tagesupdate), es werden nun noch Bilder folgen &#8211; ich habe wieder einen PC unter den Fingern]<\/strong> Grunds\u00e4tzlicher Anlass der Reise war, neben unserer allgemeinen Reiselust, eine Hochzeitseinladung des ehemaligen Au-Pairs meiner Schwester Bernadette. Sie hei\u00dft Sandra&nbsp;Ga\u00eblle und hatte in Deutschland St\u00e9phane, einen Kameruner der auch aus Yaound\u00e9 stammt, kennen und lieben gelernt. \u00dcber diese Einladung haben wir uns sehr gefreut und nach diversen Vorbereitungen (Visa, Impfungen, Infos, &#8230;) ging es dann los.<!--more--><\/p>\n<h2>8.8. &#8211; Ab- bzw. Anreise<\/h2>\n<p>Da unser Turkish Airlines Flieger am Dienstag schon kurz nach 10 Uhr startete, und wir die Anreise ja noch einrechnen mussten, starteten wir lieber schon am Montagabend und konnten bei meinem Bruder Dominik in M\u00fcnchen \u00fcbernachten. Nach einem netten Abend beim Griechen ging es dann am n\u00e4chsten Morgen trotzdem noch recht fr\u00fch zum Flughafen in M\u00fcnchen. Obwohl wir 2 Stunden vorher am Schalter waren, machten wir uns zum Schluss doch noch Sorgen ob wir rechtzeitig abgefertigt werden und es noch durch die Sicherheitskontrolle zum Boarding schaffen. Zu wenig Personal an den Schaltern, die Mitreisenden mit Gep\u00e4ck ohne Ende, &#8230; dauerte das schon mal ganz ordentlich. Aber es ging dann doch alles gut und wir konnten die erste Etappe bis Istanbul gem\u00fctlich absolvieren. Nach einem ertr\u00e4glich kurzen Aufenthalt ging es dann an das Gate in Richtung Yaound\u00e9. Das war dann eigentlich das erste Mal, dass wir mit unserer Hautfarbe in der Minderheit waren. Erneut mit Turkish Airlines ging es nun direkt nach Yaound\u00e9.<\/p>\n<p>Der dortige Ausstieg verz\u00f6gerte sich, weil an der Gangway \/ dem Flughafen der Strom ausgefallen war. So ca. 15-20 Minuten sp\u00e4ter war das Problem aber gel\u00f6st und es ging zu den Einreiseformalit\u00e4ten &#8211; \u00dcberpr\u00fcfung ob eine Gelbfieber-Impfung im Impfbuch steht, Einreise-Papiere ausf\u00fcllen, Fingerabdr\u00fccke abgeben, Gep\u00e4ck vom Band und ohne Kontrolle durch den Zoll. Jetzt war noch die Frage ob uns jemand abholt &#8211; die Kommunikation im Vorfeld war leider unterbrochen worden. Aber wir waren noch kaum drau\u00dfen, erkannte St\u00e9phane (der Br\u00e4utigam) mich und ich ihn. Nach einer herzlichen Begr\u00fc\u00dfung ging es dann mit dem Auto eines Cousins zu unserem angemieteten Appartement im s\u00fcdlichen, und leider etwas sehr au\u00dferhalb liegenden Yaound\u00e9-<a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/3%C2%B048'19.7%22N+11%C2%B030'19.0%22E\/@3.80548,11.5047209,278m\/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d3.80548!4d11.505281\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stadtviertels Ahala (unser zeitliches Domizil ist markiert)<\/a>. St\u00e9phane und seine Verwandtschaft verabschiedeten sich, denn es war mittlerweile schon ca. 1:00 Uhr am Morgen des 9. August. Daf\u00fcr wartete meine Schwester Bernadette auf uns, sie war schon eine Tag fr\u00fcher angereist, und \u00fcbernahm unsere Begr\u00fc\u00dfung und Zimmer-Einweisung. Noch schnell das Moskito-Netz aufh\u00e4ngen, und ab in die Falle.<\/p>\n<h2>Tag 1 (9.8.): Hochzeits-WG und traditionelle Hochzeit<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen machten wir uns dann mit unseren Mitbewohnerinnen bekannt. Manuela (eine Lehrerin von Sandra Ga\u00eblle &#8211; der Braut &#8211; in Ettlingen) und Miriam (eine Mitsch\u00fclerin von Sandra Ga\u00eblle und stammt urspr\u00fcnglich selbst aus Kenia) komplettierten damit unsere 5-er-WG. Alle sehr, sehr nett und so fanden wir uns nach der Morgentoilette alle beim Fr\u00fchst\u00fcck ein. Dabei konnten wir dann an den Erfahrungen teilhaben die die anderen schon am Vortag gesammelt hatten. So erfuhren wir z.B. dass Gabriel, ein Onkel von Sandra Ga\u00eblle uns mit seinem Taxi nicht nur durch Yaound\u00e9 f\u00e4hrt, sondern uns auch bei den diversen Eink\u00e4ufen, Verhandlungen, &#8230; zur Seite steht. Gesagt getan, Gabriel stand zur ausgemachten Uhrzeit vor der T\u00fcr und es ging mit seinem Taxi in die Innenstadt der gro\u00dffl\u00e4chigen Hauptstadt von Kamerun &#8211; Yaound\u00e9. Nach diversen Kleinbesorgungen, u.a. ein Kauf afrikanischer Stoffe f\u00fcr Kleider u. Tischdecken, einem Oberteil f\u00fcr mich, &#8230; gab es dann auf dem March\u00e9 Central ein Bier und anschlie\u00dfend ein Mittagessen an einem Essensstand. Nachdem Gabriel, der offenbar auch eine Rolle in der Familienf\u00fchrung (Chef de famille) inne hat, noch bei etliche Runden bei Stuhl- und Tischverleihern (f\u00fcr die Hochzeit) gedreht hatte, ging es dann wieder nach Hause um sich f\u00fcr den Abend h\u00fcbsch zu machen. Da aber zu dieser ersten Hochzeit, der traditionell kamerunischen Hochzeit, angeblich alle in normalen Kleidern kommen, war die Aufh\u00fcbschzeit dann \u00fcberschaubar und wir machten uns wieder mit Gabriel auf den Weg. In mehrfacher Hinsicht ein gro\u00dfer Fehler!<\/p>\n<p>Zuerst einmal waren um diese Zeit (ca. 17:00 Uhr) alle Stra\u00dfen komplett verstopft, womit wir f\u00fcr die Anfahrt schon mal statt 30 Minuten, eine Stunde ben\u00f6tigten. Beim Haus von Sandras Eltern angekommen wurden wir mit den Eltern, der Oma, &#8230; und den sonst gerade noch anwesenden Anverwandten von Sandra bekannt gemacht. Das war aber seltsamerweise eine \u00fcberschaubare Anzahl und wir fragten uns wo denn der Rest der angeblich gro\u00dfen Anzahl an Hochzeitsg\u00e4sten war!? Nun &#8230; und hier beginnt der zweite gro\u00dfe Fehler &#8230; um die angegebene Uhrzeit kommt man einfach nicht, au\u00dfer man ist ein Deutscher und damit Uhrzeit-P\u00fcnktlichkeitsfetischist. Nach 2 Stunden meinte Gabriel dann, dass wir nun in die Kirche gehen und dort Sandra treffen. Es ging dann durch den Ortsteil zu einer Kirche, die aber schon aus war. Also gingen wir in so eine Art Bar am Stra\u00dfenrand, tranken ein kamerunisches Bier, und im Anschluss wieder zum Haus der Eltern. Nun, es war nun schon so ca. 21:00 Uhr und damit waren wir seit drei Stunden vor Ort, so wirklich mehr Leute waren noch nicht gekommen. Die ersten gingen wieder, neue kamen &#8230; und gingen auch wieder, es wurden Stuhlreihen ins Freie getragen und kamen wieder rein, Leute auf den Ehrenpl\u00e4tzen kamen und gingen, &#8230; und wir wunderten uns. So gegen 22:00 Uhr wurden wir dann aufgefordert unsere Pl\u00e4tze einzunehmen, denn es sollte losgehen. Auf den St\u00fchlen, eng an eng, im sich stetig aufheizenden Wohnsaal, warteten wir, und warteten, und &#8230; genau, warteten. Wer schon mal eine halbe Stunde auf einen Zug gewartet hat, kann evtl. im Ansatz unser 5-st\u00fcndiges Warten vorstellen.<\/p>\n<p>Erst so gegen 23:00 Uhr kam n\u00e4mlich so langsam Bewegung in die Sache. Manuella (<em>nachfolgend immer an den beiden &#8218;L&#8216; im Namen erkennbar<\/em>), eine kamerunische Freundin von Sandra, die auch aus Deutschland in die Heimat angereist war, erl\u00e4uterte uns was da nun so vor sich ging. Die Verwandtschaft der Braut, inkl. aller Oberh\u00e4upter der Familie waren anwesend und warteten auf die Verwandtschaft des Br\u00e4utigams. Die muss n\u00e4mlich in einer Art Scheinverhandlung um die Braut feilschen, Geld bezahlen, &#8230; und so weiter. Man ahnt es vielleicht schon, aber das &#8222;Warten&#8220; auf die Familie des Br\u00e4utigams zieht sich auch hin. Im Klartext bedeutet, dass: Alle Sitzen einfach mit stocksaurer Miene da, wobei das schon ein Teil des &#8222;Braut-nicht-Rausr\u00fccken-Theaters&#8220; ist, und Schweigen! Ernsthaft! Du sitzt schweigend eine weitere Stunde in einem nun brechend vollen, schw\u00fclen und hei\u00dfen Saal. Die afrikanischen Profis, auch mal der eine oder andere Gast, in den hinteren Reihen nutzen das mal f\u00fcr ein Schl\u00e4fchen.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1505 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-bei-traditioneller-Hochzeit-in-Ruheposition-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-bei-traditioneller-Hochzeit-in-Ruheposition-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Traditionelle-Hochzeit-mit-Gaesten-in-Ruheposition-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Traditionelle-Hochzeit-mit-Gaesten-in-Ruheposition-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Und dann, endlich, kommt die Familie des Br\u00e4utigams &#8211; ohne ihn! Man setzt sich, auch mit Poker-Miene in den Gesichtern, und wartet &#8230; immer noch schweigend. Irgendwann er\u00f6ffnet einer aus der Verwandtschaft des Br\u00e4utigams die (Schein-)Verhandlungen um die Braut. Da das dann aber nicht auf Franz\u00f6sisch, sondern in einer der 200 kamerunischen Sprachen abl\u00e4uft, verstehst Du rein gar nichts! Ok &#8230; Du denkst nun die Verhandlung kommt in den Gang? Weit gefehlt! Nach der Verhandlungser\u00f6ffnung setzt sich der erste Verhandlungsf\u00fchrer wieder, w\u00e4hrend die Gegenpartei der Braut das erst mal mit Poker-Miene auf sich wirken l\u00e4sst. Warten! Iiiiirgendwann steht einer von denen dann auf und h\u00e4lt seine Gegenrede.<\/p>\n<figure id=\"attachment_715\" aria-describedby=\"caption-attachment-715\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/2017\/08\/12\/kamerun-2017\/einer-der-verhandlungsfuehrer-traditionelle-hochzeit\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-715 size-medium\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Einer-der-Verhandlungsfuehrer-traditionelle-Hochzeit-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Einer-der-Verhandlungsfuehrer-traditionelle-Hochzeit-300x200.jpg 300w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Einer-der-Verhandlungsfuehrer-traditionelle-Hochzeit-768x512.jpg 768w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Einer-der-Verhandlungsfuehrer-traditionelle-Hochzeit-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Einer-der-Verhandlungsfuehrer-traditionelle-Hochzeit.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-715\" class=\"wp-caption-text\">Einer der Verhandlungsf\u00fchrer bei der traditionelle Hochzeit<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch der setzt sich wieder und das Warten nimmt seinen Lauf. So geht das nun einige Mal hin und her &#8211; inklusive dem Warten zwischen den Verhandlungsbeitr\u00e4gen. Zunehmend wird die Verhandlung offenbar pers\u00f6nlicher, und die verschiedenen Verhandlungsf\u00fchrer machen sich \u00fcber die Gegenpartei lustig. Da in diesem Fall alle Bescheid wissen (laut Informationen von anderen KamerunerInnen kann das durchaus aus Ernst sein und negativ enden), wird dabei dann teilweise heftig gelacht. Nur wir nicht &#8211; wir verstehen ja nichts. Die groben Fortschritte der Verhandlung erkl\u00e4rt uns tapfer Manuella, die aber eigentlich eine andere der lokalen Sprachen spricht.<\/p>\n<p>Nach etlichen dieser Verhandlungsreden beginnt die Familie des Br\u00e4utigams mit Geldzahlungen um die angepriesene Braut zu Gesicht zu bekommen &#8211; es sind n\u00e4mlich bislang weder die Braut, noch der Br\u00e4utigam anwesend. Nachdem gen\u00fcgend Geld geflossen ist (in diesem Fall eher symbolisch) beginnt die Familie der Braut auf das Angebot einzugehen. Zuerst wird eine andere Frau, unter einem Tuch versteckt, hereingef\u00fchrt und als die angebliche Braut angeboten. Das merkt die Familie des Mannes und lehnt das ab. Warten ist die nat\u00fcrliche Folge. Dann wird eine Auto-Anfahrt der Braut simuliert, wobei das Auto leider kaputt geht und man braucht Geld um es zu reparieren &#8211; erneute Zahlungen, und erneutes Warten. Es folgt ein Gejammer \u00fcber die teuren Benzinpreis &#8211; erneute Zahlungen, und erneutes Warten. Und endlich wird die Braut gebracht &#8211; gro\u00dfer Jubel! Leider fehlt der Br\u00e4utigam, und auch hier muss ein Gefeilsche stattfinden, allerdings anders herum und dieser Teil geht auch vergleichsweise recht z\u00fcgig.<\/p>\n<p>Nachdem das Brautpaar endlich beieinander ist, die Familienoberh\u00e4upter zugestimmt haben (die beiden M\u00fctter d\u00fcrfen z.B. gar nicht anwesend sein und die V\u00e4ter d\u00fcrfen nicht mitverhandeln) folgen noch etliche Reden, Trinkzeremonien, &#8230; usw. usf..<\/p>\n<p>Es zieht sich endlos! Wir sitzen wie eingangs erw\u00e4hnt seit ca. 18:00 Uhr vor Ort herum, und zwischenzeitlich ist es ca. 03:00 Uhr am Morgen. Kein Witz! Dann gibt es endlich das angek\u00fcndigte Festmahl. Da wir von unserer Hochzeitsvariante ausgingen hatten ein paar von uns nichts gegessen und waren damit seit dem Morgen ohne Essen.<\/p>\n<p>Nachdem wir dann gegessen und getrunken hatten ging es mit dem Taxi von Gabriel in unsere WG, die leider am anderen Ende der Stadt ist. So gegen 05:00 Uhr fielen wir ersch\u00f6pft in die Betten und bedauerten unser wundgesessenes Hinterteil.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter erfuhren wir dann, dass wir zu fr\u00fch gegangen waren. Es gab offenbar weitere dieser traditionellen Zeremonien, Trinkspiele, &#8230; nachdem wir gegangen waren.<\/p>\n<h2>Tag 2 (10.8.): Erholung und Essenseinladung<\/h2>\n<p>Nachdem wir so gut es ging ausgeschlafen hatten (um 9:00 Uhr kamen Handwerker um die defekte Dusche und einen Wasserhahn zu reparieren) begannen wir unseren Erholungstag gem\u00fctlich. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck erkundeten wir das lokale Wohnviertel und entdeckten zu unserer Freude ein kleines Gesch\u00e4ft, eine Art Kiosk, in dem es alle Grundnahrungsmittel und Getr\u00e4nke gibt, und das au\u00dferdem als kleines Lokal dient. Die meisten genossen kamerunisches Bier (schmeckt gut) oder einen Fruchtsaft. Ich hatte leider vom zu viel konsumierten Whisky &#8222;etwas&#8220; Kopfweh und einen Kater, da half das Cola besser.<\/p>\n<p>Anmerkung: Diese Kiosk-Kneipe wurde sp\u00e4ter unser &#8222;<em>Stammlokal<\/em>&#8220; f\u00fcr&#8217;s Fr\u00fchst\u00fcck (die Mitreisenden wissen was gemeint ist :-) )<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-1505 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-und-Miriam-auf-der-Strasse-zu-unserer-Wohnung-unten-rechts-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-und-Miriam-auf-der-Strasse-zu-unserer-Wohnung-unten-rechts-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-743\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-743'>\n\t\t\t\tBernadette und Miriam auf der Strasse zu unserer Wohnung unten rechts\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Strasse-von-Hermine-in-Ahala-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Strasse-von-Hermine-in-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-744\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-744'>\n\t\t\t\tStrasse von Hermine in Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Eidechse-in-unserem-Viertel-in-Ahala-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Eidechse-in-unserem-Viertel-in-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-745\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-745'>\n\t\t\t\tEidechse in unserem Viertel in Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Im-Kiosk-von-Ahala-768x1024.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Im-Kiosk-von-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-746\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-746'>\n\t\t\t\tIm Kiosk von Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Restaurant-Teil-unseres-Kiosks-in-Ahala-1024x768.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Restaurant-Teil-unseres-Kiosks-in-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-747\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-747'>\n\t\t\t\tRestaurant-Teil unseres Kiosks in Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Flaschen\u00f6ffner-in-unserem-Kiosk-in-Ahala-1024x768.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Flaschen\u00f6ffner-in-unserem-Kiosk-in-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-749\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-749'>\n\t\t\t\tFlaschen\u00f6ffner in unserem Kiosk in Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Kneipen-Teil-unseres-Kiosks-in-Ahala-768x1024.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Kneipen-Teil-unseres-Kiosks-in-Ahala-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-748\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-748'>\n\t\t\t\tKneipen-Teil unseres Kiosks in Ahala\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die einen gingen dann noch weiter spazieren und entdeckten dabei weitere Gesch\u00e4fte. Irene und ich gingen zur\u00fcck, da Irene f\u00fcr die Hochzeit einen Kuchen versprochen hatte &#8211; ihren ber\u00fchmten Nusszopf. Der sah auch prima aus, bis der nagelneue Gasherd seinen Dienst begann. Die Oberhitze brutzelte volle Kanne direkt von oben, die Unterhitze war auch nicht richtig regulierbar und brutzelte von unten, und so war der Zopf oben und unten schnell schwarz, w\u00e4hrend in der Mitte alles teigig war. Versuche die Hitze mit zwischengeschobenen Blechen und T\u00f6pfen abzuschirmen schlugen leider fehl. Frust und der Beschluss, dass es mit diesem Backofen einfach nicht geht und es den Kuchen somit auch nicht gibt!<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise besserte sich die Stimmung da wir von Manuellas Familie zum Essen eingeladen waren. Manuellas Bruder William holte uns ab und wir wurden mit gro\u00dfem Hallo begr\u00fc\u00dft. Ein anderer Bruder fand gro\u00dfen Gefallen an meiner Kamera und schoss so viele Bilder wie er konnte. Und uns lief, ob der tollen Ger\u00fcche aus der K\u00fcche, zunehmend das Wasser im Mund zusammen. Es gab dann zweierlei Fischsorten, leckerste Kartoffeln, frittierte Bananen, eine total leckere Piment-Erdnuss-So\u00dfe die pfeffer- und muskatartig schmeckte. Es war absolut lecker! Nebenher spielten wir die am Tag 1 erlebte Verhandlung mit William nach und priesen dabei die Vorz\u00fcge unserer WG-Mitbewohnerin Miriam &#8211; wir hatten gro\u00dfen Spa\u00df!<\/p>\n<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-1505 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Fussbaldfeld-beim-Elternhaus-von-Manuella-Geschwister-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Fussbaldfeld-beim-Elternhaus-von-Manuella-Geschwister-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-752\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-752'>\n\t\t\t\tFussbaldfeld beim Elternhaus von Manuella + Geschwister\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Abendessen-bei-Manuellas-Familie-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Abendessen-bei-Manuellas-Familie-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-753\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-753'>\n\t\t\t\tAbendessen bei Manuellas Familie\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-mit-Teilen-von-Manuellas-Familie-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-mit-Teilen-von-Manuellas-Familie-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-751\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-751'>\n\t\t\t\tGruppenbild mit Teilen von Manuellas Familie\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Manuellas-Mutter-und-Ich-in-der-K\u00fcche-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Manuellas-Mutter-und-Ich-in-der-K\u00fcche-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-750\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-750'>\n\t\t\t\tManuellas Mutter und Ich in der K\u00fcche\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>William brachte uns mit dem Familienauto dann gut ges\u00e4ttigt wieder zur\u00fcck. Um Kraft f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag zu sch\u00f6pfen gingen dort dann alle auch sehr zeitig ins Bett.<\/p>\n<h2>Tag 3 (11.8.): Die standesamtliche Hochzeit:<\/h2>\n<p>Gut ausgeschlafen hatten wir dann erst einmal ein gem\u00fctliches Fr\u00fchst\u00fcck. Manuela war beim lokalen Gesch\u00e4ft unseres Quartiers und hatte frisches Brot geholt das wir dann mit deutscher Marmelade verfeinert vertilgten. Anschlie\u00dfend h\u00fcbschten sich alle auf, und zogen vor allem die von einer Schneiderin, vorab auf Ma\u00df gefertigten Hochzeitskleider an. Alle G\u00e4ste hatten sich im Vorfeld f\u00fcr ein Kleidermodell entschieden und alle Modelle waren entweder komplett aus dem von der Braut vorgegebenen Stoff, oder hatten die verschiedensten Applikationen damit.<\/p>\n<p>Es folgte &#8230; Warten auf das Taxi von Gabriel. Um 11:00 sollte die Trauung beginnen. Um 10:45 Uhr fanden wir das dann auch in Hinblick auf das kamerunische Zeitverst\u00e4ndnis langsam etwas knapp und riefen Sandra die Braut an. Es stellte sich heraus, dass es hier ein Missverst\u00e4ndnis gab und Gabriel uns gar nicht abholte. Kurzentschlossen wanderten wir also zur n\u00e4chsten Hauptstra\u00dfe, winkten uns ein leeres Taxi herbei und fuhren f\u00fcr 2000,- XAF (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/CFA-Franc_BEAC\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">der in der CEMAC g\u00fcltige Franc<\/a>) zum B\u00fcrgermeisteramt in dem die Trauung stattfand.<\/p>\n<p>Dort angekommen war sofort klar zu welcher der mehreren Hochzeitsgesellschaften wir geh\u00f6rten. Es hatten ja alle irgendeine Form des einheitlichen Stoffs als Kleidung an. Trotzdem war so gut wie jedes der Kleidungsst\u00fccke individuell gestaltet &#8211; eine Meisterleistung!<\/p>\n<div id='gallery-4' class='gallery galleryid-1505 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Standesamtliche-Hochzeit-TeilnehmerInnen-unserer-Trauung-gut-erkennbar-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Standesamtliche-Hochzeit-TeilnehmerInnen-unserer-Trauung-gut-erkennbar-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-754\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-754'>\n\t\t\t\tStandesamtliche Hochzeit &#8211; TeilnehmerInnen unserer Trauung gut erkennbar\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-Irene-und-Manuella-bei-der-standesamtlichen-Hochzeit-1024x683.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bernadette-Irene-und-Manuella-bei-der-standesamtlichen-Hochzeit-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-755\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-755'>\n\t\t\t\tBernadette, Irene und Manuella bei der standesamtlichen Hochzeit\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sylvie-und-meinereiner-1024x730.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sylvie-und-meinereiner-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-756\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-756'>\n\t\t\t\tSylvie und meinereiner\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Ansonsten, man ahnt es schon, verz\u00f6gerte sich der Beginn der Trauung. Allerdings in noch auch f\u00fcr Europ\u00e4er ertr\u00e4glichen Rahmen &#8211; zumindest dann wenn man bei der traditionellen Hochzeit schon mal in afrikanische Wartezeiten eingef\u00fchrt wurde :-).<\/p>\n<p>Zu Beginn der Trauungszeremonie war es f\u00fcr uns erst einmal sehr \u00fcberraschend, dass der Br\u00e4utigam erst einmal ein Erkl\u00e4rung abgeben musste ob er sich f\u00fcr die monogame oder die polygame Ehe entscheidet! What? Wir haben das am Abend im Internet recherchiert und es ist tats\u00e4chlich so &#8211; f\u00fcr uns unglaublich. Die Entscheidung wurde mit kamerunischen Freudenlauten von der Hochzeitsg\u00e4sten quittiert. Anschlie\u00dfend war das durchaus mit unseren Trauungen vergleichbar, von den diversen lautstarken Freudensbekundungen und der Unterschriften-Anzahl abgesehen &#8211; wobei eigentlich so gut wie niemand etwas verstand, denn an diesem Tag war die Tonanlage defekt. Alle Beteiligten, so ca. 6 Personen, hatten jeweils auf 9 Dokumenten in drei B\u00fcchern zu unterzeichnen. Dann ging es ins Freie zu ausgiebigen Fotosessions. Bislang hatte unsere Manuela (die Deutsche), trotz meines leichten Spots, peinlich darauf geachtet, dass sie nicht auf Fotos abgelichtet wird. Bei dieser Fotoflut brachen dann auch bei ihr die Schranken und so ist auch Manuela vermutlich auf ann\u00e4hernd tausend Fotos, von denen sicher mindestens eins den Weg zu Facebook findet :-).<\/p>\n<p>Der Hochzeitskonvoi, aus Privatautos und diversen Taxis, machte sich dann durch den chaotischen Verkehr zu Sandras Elternhaus auf den Weg. Kleine Erkl\u00e4rung f\u00fcr Deutsche: Ich w\u00fcrde mich nicht als klein und schlank bezeichnen, sa\u00df aber mit einer h\u00fcbschen Kamerunerin und einem ca. 12-j\u00e4hrigen Kind, also zu Dritt, auf dem rechten Vordersitz. Auf dem R\u00fccksitz quetschen sich die weiblichen WG-Bewohnerinnen zu Viert. Mit dem Fahrer also acht Personen in einem kleinen Toyota-PKW!<\/p>\n<p>Bei Sandras Eltern erwartete uns dann eine festliche Tafel in Zelten, sowie viele weitere Sitzpl\u00e4tze im Freien. Nach einer erfreulich kurzen Rede des Brautvaters, im wesentlichen dankte er kurz Gott und w\u00fcnschte guten Appetit, und einem Gebet wurde das B\u00fcfett freigegeben. Wobei die Freigabe nach einzelnen Tischen durch eine Zeremonienmeister erfolgte. &#8222;Les blancs&#8220; (&#8222;die Wei\u00dfen&#8220;, wie wir hier von den Passanten immer genannt werden) waren gl\u00fccklicherweise recht fr\u00fch an der Reihe, womit wir von allen Leckereien noch ausreichend vorfanden. Auch wieder lecker Essen!<\/p>\n<p>Anmerkung: &#8222;Les blancs&#8220; wird hier, auf Grund des mit afrikanischem Akzent gesprochenen Franz\u00f6sischs, ungef\u00e4hr als &#8222;le blang&#8220; ausgesprochen.<\/p>\n<p>Zum Essen, und auch noch danach lief diverse Musik. Ein paar, aber wenige, Kamerunerinnen tanzten zu den Rhythmen. Als wir uns dazu gesellten fand das unter gro\u00dfem Beifall und Begeisterung statt. Es trauten sich nun mehr und es wurde auch wilder. Auf gut Neudeutsch &#8211; wir &#8222;dancten gut ab&#8220; :-)<\/p>\n<p>Das Brautpaar war dann recht fr\u00fch verschwunden, die G\u00e4ste l\u00f6sten sich auch ziemlich schnell auf, und so waren wir nach einer erneut rasanten Taxifahrt wieder relativ fr\u00fch zu Hause. Nach einer gem\u00fctlichen Runde im WG-Wohnzimmer gingen wir dann ins Bett, Kr\u00e4fte f\u00fcr Morgen sammeln.<\/p>\n<h2>Tag 4: Die kirchliche Hochzeit<\/h2>\n<p>Auf die kirchliche Trauung vorgespannt begann der Tag. Nach dem gemeinsamen WG-Fr\u00fchst\u00fcck folgte der t\u00e4gliche Schichtwechsel im Bad, heute unter der Voraussetzung, dass alle nat\u00fcrlich m\u00f6glichst festlich u. H\u00fcbsch aussehen wollten. Die Zeit war auch ein wenig knapper als sonst, denn 11:00 Uhr ist so f\u00fcr eine Deutsch-Kenianische-WG doch recht fr\u00fch, wenn man noch die Anfahrt durch den Verkehr von Yaound\u00e9 ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Abfahrt war f\u00fcr 10:30 Uhr mit Gabriel vereinbart \u2013 wobei da schon ein gewisses zu sp\u00e4t Ankommen mit Absicht ber\u00fccksichtigt war. Nun, Gabriel war aber auch um kurz vor 11:00 Uhr noch nicht da :-(. Mal abgesehen davon, dass uns allen gerade die kirchliche Hochzeit doch recht wichtig war, sollte Miriam als Brautjungfer ja auch noch ausreichend vor der Hochzeit da sein. Wir beschlossen also an der Stra\u00dfe mit einem angehaltenen Taxi unser Gl\u00fcck zu versuchen. Und so wanderten vier \u201eLes blancs\u201c (\u201edie Wei\u00dfen\u201c, und wir haben uns schon mit dieser Bezeichnung der Einheimischen f\u00fcr unseren Tross schon angefreundet) und eine Kenianerin durch die Stra\u00dfen des Stadtviertels Ahala, in Richtung Hauptstra\u00dfe wo die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Taxis h\u00f6her ist.<\/p>\n<p>Apropos Kenianerin \u2013 das muss ich echt mal erw\u00e4hnen. Miriam stammt ja wie schon erw\u00e4hnt aus Kenia, ist aber auch dunkelh\u00e4utig und wird von den Kamerunern als eine kamerunische Begleiterin von den \u201eLes blancs\u201c interpretiert. Dementsprechend wenden sich oft Leute an Miriam wenn sie eigentlich uns etwas sagen wollen, oder sich \u00fcber etwas bei uns informieren wollen. Sie texten Miriam voll in franz\u00f6sischer Sprache an und wundern sich, dass die sie nur ratlos anschaut oder auf Englisch (2. Sprache in Kenia) antwortet. Gestern, aber man muss wahrscheinlich dabei gewesen sein, erwiderte Miriam dann genervt, in reinstem Hochdeutsch \u201e<em>Ich spreche kein Franz\u00f6sisch<\/em>\u201c &#8211; verdutztes Gesicht bei einem Kamerunern, schallendes Gel\u00e4chter von unserer Seite!<\/p>\n<p>Noch besser f\u00fcr uns war aber diese Taxifahrt \u2013 wir fanden n\u00e4mlich recht z\u00fcgig ein Taxi und der Fahrer sprach flie\u00dfend Englisch. Miriam wurde von ihm also, nach einem Fehlversuch, in der richtigen Sprache angesprochen. Der Fahrer wollte als erstes wissen \u201e<em>How do you find Cameroun?<\/em>\u201c. Miriam, die mit uns nat\u00fcrlich ausschlie\u00dflich und perfekt Deutsch sprach, antwortet: \u201e<em>Nice, but a lot of <strong>Verkehr<\/strong>!<\/em>\u201c. Wir sind jetzt noch gelegentlich am Lachen :-).<\/p>\n<p>Mit unserem Taxi ging es also zur angeblichen Kirche, der Fahrer war sich sicher, dass er sie kennt. Leider war dort kein Mensch! Dann hatte er verstanden, dass wir zu einer Hochzeit wollen und schimpfte, dass wir das doch gleich h\u00e4tten sagen sollen \u2013 dann wisse er wo das ist. An der n\u00e4chsten Kirche war dann zwar eine Hochzeit, aber nicht die zu der wir eingeladen waren :-). Nun forderten wir ihn auf unserer Kontakte \u00fcber sein Handy anzurufen, denn wir hatten alle kein Guthaben mehr. Nach mehreren Versuchen gelang es ihm ausgerechnet Gabriel an die Leitung zu bekommen \u2013 der Taxifahrer der Brautfamilie der uns ja eigentlich abholen sollte. Der beschrieb ihm nicht nur den Weg, sondern offenbar auch, dass er bei uns in Ahala stehe und sauer sei. Nun gut, so treffen dann deutsche P\u00fcnktlichkeit (immerhin schon mit 45 Minuten Toleranz), deutsche Konsequenz und kamerunisches Zeitverst\u00e4ndnis aufeinander.<\/p>\n<p>Endlich an der Kirche angekommen, hatte diese doch schon eine Weile begonnen. Es war also zu 100% die richtige Entscheidung ein freies Taxi zu nehmen! Wir bekamen aber die Trauung und die anschlie\u00dfende heilige Messe in der katholischen Kirche noch komplett mit. F\u00fcr uns, die wir die Andacht, Stille, &#8230; deutscher Gottesh\u00e4user kennen, war es doch sehr erfrischend diese Vitalit\u00e4t hier zu erleben. Wie man es vielleicht aus Filmen kennt, wird mit einer unglaublichen Inbrunst gesungen, dazu getanzt, mitgesungen, &#8230; und eben alles etwas lockerer gehandhabt als bei uns. Das einzige wo ich den Deutschen dann doch nicht ablegen konnte war der Erweiterungsbau. Die flache, offene Kirche, bekommt hinten n\u00e4mlich einen Anbau mit Empore. Die Bauarbeiter waren gerade die dabei die Beton-Schalung f\u00fcr die n\u00e4chste Fensterbr\u00fcstung zu erstellen \u2013 und die kamen keine Sekunde auf die Idee die Arbeiten einzustellen. Und so klangen in Predigt, Trauung, Messe, Ges\u00e4nge, &#8230; und vor allem auch nachhaltig die wuchtigen Hammerschl\u00e4ge der Arbeiter an, bzw. in unser Ohr. Damit das klar ist &#8211; wir reden von Tropenholz, von Hartholz, das waren wirklich HAMMER-Schl\u00e4ge. Der Pfarrer fand das jetzt aber nicht sonderlich st\u00f6rend!? Nun gut &#8230;<\/p>\n<p>Nach dem \u00fcblichen Stehempfang vor der Kirche, machte sich ein Teil zur Fotosession in die Innenstadt auf, w\u00e4hrend die anderen erst mal wieder nach Hause gingen. Wir gingen auch nach Hause und genossen einen recht ruhigen Nachmittag. F\u00fcr den Abend war dann das gro\u00dfe Hochzeitsevent geplant, und zwar f\u00fcr 21:00 Uhr. Sandra rief uns dann noch an, dass wir doch schon um 19:00 Uhr los fahren sollen, damit wir nicht in die lange Warteschlange geraten. Aber wir kennen das mit der Zeit jetzt ja schon ein St\u00fcck weit, und beschlossen weiterhin erst auf ca. 21:30 Uhr anzufahren. Gute Entscheidung :-) ! Als wir wieder mit einem Ruftaxi vor Ort eintrafen, waren wir so ziemlich die ersten G\u00e4ste und ben\u00f6tigten, als \u201eLes Blancs\u201c ausnahmsweise auch keine gedruckte Einladung &#8211; die hatten wir vergessen.<\/p>\n<p>Die Location war ein gro\u00dfer Ballsaal (der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Cercle-Bansoa-Yaound%C3%A9-444199895656473\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Cercle Bansoa hier bei Facebook<\/a>), aufw\u00e4ndigst geschm\u00fcckt, mit Protokollchef, DJ, einer S\u00e4ngerin und einem S\u00e4nger, Tische die alle mit deutschen St\u00e4dtenamen identifizierbar waren (wir sa\u00dfen am Tisch \u201eBruchsal\u201c), eingedeckt mit Whisky, Cola, Wasser, Bier, &#8230; und vor allem mit einer Sound-Anlage die den ganzen Abend total \u00fcbersteuert &amp; verzerrt den Saal zum Vibrieren brachte (vibrieren ist hier physikalisch gemeint).<\/p>\n<p>So gegen 22:30 bis 23:00 Uhr hatte sich der Saal dann gef\u00fcllt und der Protokollchef verk\u00fcndete laaaaangatmig, mit blumigen Worten, den abendlichen Ablauf. Zuerst wurde nun das Brautpaar begr\u00fc\u00dft, dass bis dahin auch schon so ca. 1,5 bis 2 Stunden im Auto vor dem Ballsaal sa\u00df. Es folgte also der Auftritt des Brautpaars das zu kamerunischen Rhythmen die \u201ePiste\u201c, wie die l\u00e4ngliche Tanzfl\u00e4che bezeichnet wurde, entlang tanzten. Nach ein paar Worten gab es dann die Er\u00f6ffnung des B\u00fcfetts \u2013 wie schon gewohnt tischweise organisiert.<\/p>\n<p>Nach dem Essen, das konstant von der dr\u00f6hnend \u00fcbersteuerten Anlage beschallt war, wobei die S\u00e4nger sehr gut waren, folgten weitere T\u00e4nze, u.a. ein Tanzwettbewerb des Brautpaars untereinander, und der Auftritt eines westkamerunischen Traditions-Tanz-Duos. Erw\u00e4hnenswert ist dabei, dass man bei Gefallen allen S\u00e4ngern bzw. T\u00e4nzer\/innen Geldscheine auf die schwei\u00dfnasse Stirn klebt (das war auch schon bei den anderen beiden Hochzeitsteilen so war).<\/p>\n<p>Irgendwann folgte dann die Geschenk\u00fcbergabe. Dabei stellt sich das Brautpaar, auf der Stelle tanzend bereit, und alle G\u00e4ste tanzen einzeln, m\u00f6glichst individuell,&nbsp; \u00fcber die Piste auf das Brautpaar zu, und \u00fcberreichen mit den wildesten \u00dcbergaberitualen ihr Geschenk. Auch das dauert, und zwar pro Person :-). Nach Umarmungen wird das Geschenk dann nach hinten weitergereicht, wo die Brautjungfern das dann in einer Kette weitergeben und aufstapeln. Da die Beiden ja auch schon bald wieder nach Deutschland abreisen, bin ich mal gespannt ob sie einen Container mieten oder das alles da lassen \u2013 ich tippe auf Letzteres.<\/p>\n<p>Es folgt der Anschnitt der Hochzeits-Torte, ebenfalls mit langem Vorlauf durch den &#8222;<em>Chef de Protocol<\/em>&#8222;. Aber egal, danach er\u00f6ffnet das Brautpaar den Tanz und nach kurzer Zeit werden protokollgem\u00e4\u00df weitere Paare auf die Tanzfl\u00e4che geladen. Welcher Schreck \u2013 irgendwie ist mein Name auf die Liste geraten, na super. Mit den Worten des Protokollchefs \u201eavec une belle et jeune Camerounaise\u201c bin ich also in der 2. Runde mit dabei. Danach l\u00f6st sich das f\u00fcr mich gl\u00fccklicherweise auf weil wir durch einen Musikwechsel von Klassik in den kamerunischen Freestyle \u00fcbergehen \u2013 das kann ich einigerma\u00dfen \u2013 und nun vor allem alle mitmachen \u201ed\u00fcrfen\u201c :-).<\/p>\n<p>Nach etlichen Tanzrunden, und mit Verlaub klatschnass, verlassen wir dann die \u201ePiste\u201c und nachdem die Getr\u00e4nke an unserem Tisch aufgebraucht sind, wir ohnehin schon eine Stunde l\u00e4nger geblieben sind als geplant, geht es um 3:00 Uhr nach Hause.<\/p>\n<h2>Tag 5 (13.8.): Yaound\u00e9 nach Bagangte (Westkamerun)<\/h2>\n<p>Die Familie von Manuella hatte uns beim dortigen Abendessen (siehe Tag 2) auch in ihr \u201eDorf\u201c in Westkamerun eingeladen. Ob das klappt war damals noch unklar, weil Sandra Ga\u00eblle und St\u00e9phane ja auch Planungen gemacht hatten &#8211; so war es zumindest zugesagt worden. F\u00fcr Sandra Ga\u00eblle war das aber erst mal ok und sie wollte einen Tag sp\u00e4ter nachkommen. Wir fanden das auch sinnvoll, den die beiden haben nun wirklich viele sehr stressige Tage hinter sich und sollten vielleicht auch ein paar Tage mit der Familie verbringen anstatt mit uns durch das Land zu reisen.<\/p>\n<p>Manuellas Mutter hatte es dann tats\u00e4chlich, wenn auch offenbar mit sehr hohem Aufwand und Engagement geschafft ein ger\u00e4umiges Auto mit Fahrer zu organisieren. Offiziell gab es f\u00fcr dieses Wochenende in ganz Kamerun keinen Mietwagen mehr! Wir haben somit so eine Ahnung was sie gemacht haben muss, wissen es aber nicht sicher. Auf jeden Fall auch hier ein dickes Danke an Solange, die Mutter von Manuella.<\/p>\n<p>Kurz vor 12:00 Uhr ging es dann f\u00fcr los, f\u00fcr uns erst mal mit unbekanntem Ziel, denn au\u00dfer \u201eDorf in Westkamerun\u201c wussten wir erst mal nichts. Das Auto war ein gro\u00dfer Gel\u00e4ndewagen vom Typ \u201esieht fett aus\u201c und hat dann hinten doch zu kleine Sitze. Aber trotzdem war das ein Riesenluxus im Vergleich zu den Taxis in Toyota-Yaris-Gr\u00f6\u00dfe, in den wir immer mindestens zu sechst waren (mit dem Fahrer), einmal auch zu acht. Auch der Fahrer machte einen netten Eindruck, und so qu\u00e4len wir uns also Stadt-ausw\u00e4rts. Noch schnell ein Bier im Casino-Supermarkt und beim Fahren erfahren wir dann, dass es nach <a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Bangangt%C3%A9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bagangt\u00e9<\/a> geht \u2013 also einem Dorf mit ca. 100.000 Einwohnern, einer namhaften Universit\u00e4t, &#8230;!<\/p>\n<p>Nachdem wir das Chaos der Hauptstadt hinter uns gelassen haben, fahren wir auf der Nationalstra\u00dfe Nr. 1 unserem Ziel entgegen und sehen Mango-B\u00e4ume, Bananenstauden, junge Kakaopflanzen &#8230; und vieles was wir nicht kennen. Irgendwie erinnerte mich der Teil bzgl. Vegetation, auch was die H\u00e4user angeht, an Java in Indonesien. Nach vielen Kilometern wandelt sich die Landschaft. Waldartig, mit hohen Einzelb\u00e4umen die sich oben verzweigen und quasi ein waagrechtes Dach aufspannen, geht es weiter, bis es sp\u00e4ter eher in einzelne kleine B\u00e4ume mit Grasland dazwischen \u00fcbergeht. Nach einer kurzen Rast, ca. 40km vor Bagangt\u00e9, erreichen wir dann das Ziel. Allerdings noch mit ein paar Schreckminuten, denn das Auto von Manuelas Familie muss wegen fehlendem K\u00fchlwasser eine Zwangspause einlegen.<\/p>\n<p>Das Haus von Manuelas Oma ist von hohen Mauern umgeben und hat ein gro\u00dfes Eingangstor das mit Stahlfl\u00fcgeln verschlossen ist. Nachdem unser Fahrer gehupt hat, wird es von innen ge\u00f6ffnet und wir fahren in einen ger\u00e4umigen Hof in dem gleich mehrere Autos Platz haben und sehen ein langes Wohnhaus. Wir werden von der alten Dame und einer Tante von Manuela herzlichst empfangen! William zeigt mir gleich den Schweinestall, der zu seiner gro\u00dfen Entt\u00e4uschung allerdings abgeschlossen ist \u2013 der Bedienstete hat den Schl\u00fcssel mit nach Hause genommen. Bediensteter, aha, irgendwie sind wir hier bei jemand wohlhabenderem gelandet! Und im Inneren m\u00fcssen wir die Schuhe nicht ausziehen, da die Haush\u00e4lterin das Morgen ohnehin putzt. Okay &#8230; , das h\u00f6rt sich doch schon mal alles prima an.<\/p>\n<p>Flugs werden die Zimmer, bzw. Schlafstellen verteilt. Vermutlich weil Irene und ich das einzige Paar sind, wird uns allen Ernstes das Schlafzimmer der alten Dame zugewiesen \u2013 die w\u00fcrde dann im Bett der Tochter schlafen. Wir weigern uns nat\u00fcrlich das anzunehmen, zumindest so lange bis uns Manuella ernsthaft versichert wir w\u00fcrden ihre Oma beleidigen wenn wir das nicht machen w\u00fcrden. Die Oma packt also noch das Ladekabel ihres Samsung-Smartphones(!!!), wir bekommen das Zimmer mit eigenem Bad gezeigt, und schon ist es unseres. Noch etwas beklommen richten wir uns ein. Die Habe der alten Dame, zumindest ein Teil davon, ist in drei herrlich alten, gro\u00dfen Reise-Schrankkoffern, die wir so eigentlich nur aus alten Filmen kennen, verstaut.<\/p>\n<p>Im Lauf des restlichen Abends lernen wir mehr \u00fcber die beiden, bzw. drei Damen, denn eine weitere Tante von Manuela kam dazu. Die alte Dame thront, mit 2 Smartphones und 2 Fernbedienungen, in ihrem Sessel und telefoniert h\u00e4ufig mit irgendwelchen Verwandten, &#8230; erkundigt sich und gibt Anweisungen. Sie hatte fr\u00fcher wohl einen Zementvertrieb f\u00fcr die Region, hat heute noch etliche Gesch\u00e4fte in der Stadt, &#8230; eine richtige Unternehmerin. Ihre eine Tochter, die Tante von Manuela, ist nach einer Tumoroperation offenbar schon seit vielen Jahren nur noch im Haus t\u00e4tig, ist aber total aufgeschlossen, und hat vor etlichen Jahren ein BTS-Diplom (Brevet Technician Superieur) in Informationstechnik abgelegt. Sie erz\u00e4hlt, dass sie damals COBOL, BASIC und weitere Programmiersprachen gelernt habe und darin auch gearbeitet hat. Seit der Operation w\u00e4re sie dazu aber nicht mehr in der Lage. Ich bin tief beeindruckt, zumal alle best\u00e4tigen, dass sie fr\u00fcher voll fit und hochintelligent war!<\/p>\n<figure id=\"attachment_723\" aria-describedby=\"caption-attachment-723\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/2017\/08\/12\/kamerun-2017\/gruppenbild-bei-manuelas-oma\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-723 size-medium\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-bei-Manuelas-Oma-300x200.jpg\" alt=\"Gruppenbild bei Manuelas Oma\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-bei-Manuelas-Oma-300x200.jpg 300w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-bei-Manuelas-Oma-768x512.jpg 768w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Gruppenbild-bei-Manuelas-Oma.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-723\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenbild bei Manuelas Oma<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir genie\u00dfen einen herrlichen Abend mit den beiden wirklich gro\u00dfartigen Damen, und gehen relativ sp\u00e4t ins Bett \u2013 wir in unsere oben beschriebene Suite, die anderen in ihr 6 Bett Zimmer mit Stockbett. Was bin ich froh, dass wir das Angebot der alten Dame annehmen mussten.<\/p>\n<h2>Tag 6 (14.8.): Familienfeier und Chefferie de Bandjoun<\/h2>\n<p>Zum Begriff <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chiefdom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Chefferie&#8220; siehe hier auf Wikipedia<\/a>.<\/p>\n<p>Unser Tag beginnt mit einem prima Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 es gibt neben unserem gewohnten Baguette mit Kaffee und Tee, dieses Mal auch angebratenes Ei. Extra f\u00fcr uns wurde auch Milchpulver gekauft, damit wir die gewohnte Milch in unserem Kaffee haben.<\/p>\n<p>Nach ein paar Gespr\u00e4chen geht es dann, wie vorab angeboten, mit zur Familienfeier der Sippe von Manuelas Mutter. Unser aktuelles Domizil in Bagangt\u00e9 geh\u00f6rt zur v\u00e4terlichen Seite. Nach kurzer Fahrt zweigen wir in einen Feldweg ab, dann in noch einen kleineren und sind nach kurzer Irrfahrt, vor einer der einzeln verstreuten H\u00fctten die aus Holz und Lehm gebaut werden, an unserem Ziel angekommen. Wir erfahren, dass dies die H\u00fctte ist in der vor drei Generationen die Familie ihren Ausgangspunkt hatte. Die zwischenzeitlich sehr gro\u00dfe und weitverzweigte Familie trifft sich hier einmal pro Jahr, wer kommen kann und will reist an. In zwei Reihen sitzen im Halbrund die Anwesenden vor den offenbar \u00c4lteren der Familie, u.a. dem derzeitigen Familienoberhaupt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_724\" aria-describedby=\"caption-attachment-724\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/2017\/08\/12\/kamerun-2017\/familienvorstand-bei-manuelas-familienfeier\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-724 size-medium\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Familienvorstand-bei-Manuelas-Familienfeier-300x200.jpg\" alt=\"Familienvorstand bei Manuelas Familienfeier\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Familienvorstand-bei-Manuelas-Familienfeier-300x200.jpg 300w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Familienvorstand-bei-Manuelas-Familienfeier-768x512.jpg 768w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Familienvorstand-bei-Manuelas-Familienfeier.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-724\" class=\"wp-caption-text\">Familienvorstand bei Manuelas Familienfeier<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend man noch auf Nachz\u00fcgler wartet (wir waren dieses Mal zwar rechtzeitig, aber nicht zu fr\u00fch anwesend), wird ein wenig Geld f\u00fcr die Organisation der Feier, f\u00fcr einen \u00e4lteren Verwandten der eine Operation hatte und f\u00fcr einen Zweck der mir entfallen ist, getrennt auf drei Tellern gesammelt. Manuela bringt zus\u00e4tzlich f\u00fcr die anwesende Verwandtschaft einen gro\u00dfen Sack mit Reis mit, ein nicht Anwesender der in Europa ist hat auch einen Sack mit Mitbringseln geschickt, und dann geht die Zusammenkunft langsam los. Nach einer Begr\u00fc\u00dfung und einer kleinen Rede geht es ziemlich schnell zum Essen \u00fcber. Es gibt einen gro\u00dfen Topf in dem ein Lamm mit Kochbananen gekocht wurde, zubereitetes Maniok, Pistache und neben Palmwein auch Bier und weitere Getr\u00e4nke. F\u00fcr uns Europ\u00e4er besonders staunenswert der Kopf des Lamms.<\/p>\n<p>Nachdem wir in der wundervollen Umgebung noch diverse Landschafts-Fotos gemacht hatten, ging es zu einem Haus der Familie um dort weiter zu feiern. Wir haben uns dann aber mit unserem Fahrer zur <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bandjoun#The_Chefferie_of_Bandjoun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chefferie de Bandjoun<\/a> aufgemacht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_727\" aria-describedby=\"caption-attachment-727\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-727\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Chefferie-de-Bandjoun-300x200.jpg\" alt=\"Chefferie de Bandjoun\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Chefferie-de-Bandjoun-300x200.jpg 300w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Chefferie-de-Bandjoun-768x512.jpg 768w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Chefferie-de-Bandjoun.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-727\" class=\"wp-caption-text\">Chefferie de Bandjoun<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt viele dieser Chefferien, diese ist offenbar aber die gr\u00f6\u00dfte und sch\u00f6nste in Kamerun. Nachdem wir die Eintritts-Tickets gel\u00f6st hatten, ging es zuerst in das angeschlossene Museum. Unser F\u00fchrer erl\u00e4uterte uns dabei die Ausstellungsst\u00fccke, aber auf R\u00fcckfrage auch die Bedeutung eines Chefs, einer Chefferie und gab uns einen Einblick in das System. Nach unserem Verst\u00e4ndnis, ohne Gew\u00e4hr der Richtigkeit, ist das eine Mischung aus Grundbesitzer und einer Art Adeliger der auch Titel verleihen kann. Nach allem was erz\u00e4hlt wurde, w\u00fcrde ich das am ehesten mit einer Art Grafschaft bei uns vergleichen. Der \u201eChef\u201c der Chefferie in Bandjoun hat aber sogar in der modernen Welt eine Funktion, er ist Senator von Kamerun. Anschlie\u00dfend wurden wir noch durch einen gro\u00dfen Rundbau gef\u00fchrt, der nach einem Brand durch aktuelle gro\u00dfe K\u00fcnstler von Kamerun wieder neu aufgebaut wurde. Insbesondere die durch Flechtwerk verzierte Bambush\u00fclle und die geschnitzten S\u00e4ulen waren beeindruckend.<\/p>\n<p>Den Tag selbst lie\u00dfen wir dann erst mal in einer B\u00e4ckerei mit angeschlossener Kneipe ausklingen. Unseren Fahrer hat es dann beim Anblick unserer Nahrungsmittel-Kombination irgendwie etwas geschaudert. Dabei ist Baguette mit Banane und Nutella (zumindest etwas vergleichbares) doch so lecker. Aber insbesondere Baguette und Banane, das ging f\u00fcr ihn \u00fcberhaupt nicht zusammen. Nachdem noch die Familie von Manuela zu uns gesto\u00dfen war, gingen wir mit einer Flasche Wein wieder ins Haus von Manuelas Oma. Der Wein sollte u.a. Miriam helfen, die schon einen guten Tag mit Halsweh zugange war. Der Oma und der Tante schmeckte der Cabernet Sauvignon aber auch prima.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Tag 7 (15.8.): Foumban und R\u00fcckkehr nach Yaound<span style=\"font-family: Liberation Serif,serif;\">\u00e9<\/span><\/h2>\n<p>Bereits am Vortag hatten wir beschlossen an diesem Tag fr\u00fch in Richtung Foumban, und wenn es zeitlich noch reicht nach aufzubrechen.<\/p>\n<p><i>Foumban ist eine Stadt im westlichen Kamerun mit ca. 113.100 Einwohnern (2001). Sie ist das historische, politische, religi\u00f6se und kulturelle Zentrum des Volkes der Bamum und traditionelle Hauptstadt des K\u00f6nigreiches Bamum, des s\u00fcdlichsten Sultanats Kameruns. Au\u00dferdem ist sie die administrative Hauptstadt des heutigen D\u00e9partements Noun.<\/i><\/p>\n<p><i>Die Stadt beherbergt den im 19. Jahrhundert von K\u00f6nig Njoya errichteten Sultanspalast, welcher sich architektonisch an norddeutscher Backsteinbauweise orientiert. Der K\u00f6nig lie\u00df den Palast nach dem Vorbild deutscher Postkarten konstruieren, welche ihm ein Expeditionstrupp des deutschen Milit\u00e4rs mitgebracht hatte. Der Palast fungiert bis heute als Sitz des Sultans und K\u00f6nigs in einer Person. Ferner beherbergt er das historische Museum des Bamun-Volkes, in dem zahlreiche traditionelle Trachten, Waffen und M\u00f6bel ausgestellt werden<\/i>.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Foumban\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">siehe diesen Wikipedia-Eintrag<\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_730\" aria-describedby=\"caption-attachment-730\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-730\" src=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sultanspalast-in-Foumban-1-200x300.jpg\" alt=\"Sultanspalast in Foumban\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sultanspalast-in-Foumban-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sultanspalast-in-Foumban-1.jpg 667w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-730\" class=\"wp-caption-text\">Sultanspalast in Foumban<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vom Palast aus geht es quer \u00fcber den Markt zum Tam-Tam-Museum, wie man vermutet geht es um Trommeln. Im konkreten Fall um eine gro\u00dfe, aus einem einzigen Baoba-Stamm gefertigte Kriegstrommel.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erreicht man so auch die Moschee von Foumban, die uns aber im Gegensatz zu den Moscheen in Bangladesch nicht so sehr beeindruckte. Wir verzichteten u.a. deshalb auch auf die 2000,- XFA teure Besteigung des Minaretts.<\/p>\n<p>Zumindest f\u00fcr meine vier Begleiterinnen war der Besuch des Markts viel interessanter! Leider konnte niemand eine passenden Kleiderstoff finden, daf\u00fcr Seife, Cola-N\u00fcsse, &#8230; .<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollten wir dann noch nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dschang\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dschang<\/a> in das dortige Museum. Es war klar, dass das zeitlich ziemlich ambitioniert war, und unser Fahrer erl\u00e4uterte uns noch, dass sich das Museum nicht gro\u00df von dem in Foumban unterscheidet. Au\u00dferdem hatten zwei von uns nur eine Fotokopie des Reisepasses dabei, die aber nicht beglaubigt war. Unser Fahrer erl\u00e4uterte, dass insbesondere Nachts dann geh\u00e4uft Kontrollen stattfinden, diese Fotokopien so nicht akzeptiert werden, und das ganze neben einem erheblichen Zeitverlust auch eine hohe Strafe erwarten l\u00e4sst. Somit beschlossen wir lieber zuerst Mittagessen zu gehen und uns dann auf dem Heimweg nach Yaound\u00e9 zu machen.<\/p>\n<p>In der Tat gab es dann, als wir doch noch ca. 1,5 Stunden in die Nacht gerieten, etliche Kontrollen. Unser Fahrer schaffte es aber, immer ohne wirklich angehalten zu werden, diese zu passieren. Wir hatten immer das Gl\u00fcck, dass das Fahrzeug vor uns schon herausgezogen wurde und wir nur mit verringerter Geschwindigkeit auf der \u00dcberholspur vorbei fuhren. Als der letzte Kontrollpunkt geschafft war, war auch unserem Fahrer die Erleichterung anzumerken.<\/p>\n<p>Zu Hause ging es dann geduscht und ersch\u00f6pft ins Bett.<\/p>\n<h2>Tag 8 (16.8.): Regeneration<\/h2>\n<p>Ich hatte noch nicht erw\u00e4hnt, dass die Bamil\u00e9k\u00e9, der Bev\u00f6lkerungsteil zu dem z.B. auch das obige Bandjoun geh\u00f6rt, keine 7- sondern eine 8-Tage-Woche hat. Quasi in Anlehnung daran, quasi als 8. Tag der Woche, haben wir den heutigen Tag fast vollst\u00e4ndig zur Regeneration verwendet. Im Endeffekt lief das auf Lesen, nichts tun, Essen und Trinken, sowie die Erg\u00e4nzung dieses Reiseberichts hinaus.<\/p>\n<p>Im Laufe des sp\u00e4teren Vormittags kam auch Sandra Ga\u00eblle vorbei. Wir erfuhren, dass wir bei der Vermieterin unserer WG-Wohnung, Hermine (die auch eine Verwandte von St\u00e9phane ist), zum Essen eingeladen sind. Vorher w\u00fcrde die Schneiderin noch vorbeischauen weil die weiblichen WG-ler noch N\u00e4hauftr\u00e4ge haben. Essen sollte dann so gegen 14:30 Uhr sein! Meine spontane Reaktion war, dass wir dann um 17:30 Uhr kommen, was unterschiedlich aufgenommen wurde. Ich nehme den Teil mal vorweg \u2013 ich h\u00e4tte einen hohen Geldbetrag verwetten sollen, denn ich hatte mich nur um 3 Minuten versch\u00e4tzt :-).<\/p>\n<p>Es kam also wie gesagt die Schneiderin, und vier Frauen diskutierten und erl\u00e4uterten die jeweiligen Kleiderw\u00fcnsche. Die eine ist dabei schnell fertig, die andere braucht \u201eetwas\u201c l\u00e4nger, und dazwischen sind die anderen. Weiter lehne ich mich bei einem \u00f6ffentlichen Bericht nicht aus dem Fenster :-)<\/p>\n<p>Um 17:33 Uhr waren wir dann bei Frau Hermine, einer Juristin, zum Abendessen. Sie wohnt nicht weit von unserer WG-Wohnung in Ahala entfernt. Es war ein sehr gutes, nettes und gem\u00fctliches Beisamensein, mit leckerem Essen.<\/p>\n<p>Im Anschluss ging es noch in einen nahe gelegenen Stadtteil, hier hat ein Verwandter von St\u00e9phane ein Gesch\u00e4ft in dem er italienisches Eis verkauft. Unter Ber\u00fccksichtigung der Beschaffungsschwierigkeiten bzw. -Unm\u00f6glichkeiten, f\u00fcr die Originalzutaten wie Sahne oder Pistazien, war das Eis gut und in Afrika unerwartet.<\/p>\n<p>Nach der \u00fcblichen Taxi-R\u00fcckfahrt, und einer wie immer sehr fr\u00f6hlichen WG-Runde, in der wir auf den Tag mit allen Hochs und Tiefs zur\u00fcckblickten, ging es wieder ins Heia.<\/p>\n<h2>Tag 9 (17.8.): La Briqueterie<\/h2>\n<p>Schon Gestern hatten wir beschlossen den einzigen Stadtteil von Yaound\u00e9 zu besuchen der mehrheitlich von Muslimen bewohnt wird. Der Stadtteil geh\u00f6rt zu den \u00e4rmeren Vierteln und der Reisef\u00fchrer warnt schon vor den dortigen Taschendieben. Internet-Beitr\u00e4ge, vornehmlich auf Franz\u00f6sisch, warnen explizit vor diesem Stadtteil. Insofern blieb alles Wertvolle, inklusive Papiere, im Haus zur\u00fcck. Auch hier schon vorweg das Fazit: Wir haben uns zumindest in den von uns besuchten Stra\u00dfen keinen Moment unwohl gef\u00fchlt, und es kam uns auch nichts weg \u2013 andererseits waren wir nat\u00fcrlich auch entsprechend vorsichtig unterwegs.<\/p>\n<p>Klar war im Vorfeld, dass es sich neben dem Sightseeing prim\u00e4r um eine Shoping-Tour f\u00fcr Stoffe und den Konsum der dort legend\u00e4ren Fleischspie\u00dfe handelt. Normalerweise h\u00e4tte ich da ja pers\u00f6nlich den n\u00e4chsten Relax-Tag eingelegt, aber angesichts der vielen Warnungen kam der Besch\u00fctzerinstinkt durch, und ich begab mich mit auf diese Tour. Wie schon gewohnt ging es mit einem Taxi an den Anfang des Stadtteils \u2026 und direkt in den ersten Stoffladen. Sorry, ich habe die Anzahl der Stoffl\u00e4den beim Hin- und R\u00fcckweg dann irgendwann nicht mehr gez\u00e4hlt, aber es waren ganz sch\u00f6n viele.<\/p>\n<p>In der Halbzeit der Tour wurden dann die Fleischspie\u00dfe probiert. Damit das Mittagessen bestreiten wollte aber niemand, und somit wurde dann ein Restaurant gesucht. Als schon beschlossen war ein solches auf dem zentralen Markt zu besuchen (da kannten wir ja schon eines), ersp\u00e4hte ich im 1. Stock eines Hauses eine nette Restaurant-Terasse mit Markisen. Schon von unten erinnerte mich das irgendwie an den Film \u201eCasablanca\u201c, was sich f\u00fcr mich auch Innen fortsetzte. Wir genossen das nette Restaurant und den Ausblick von der Terasse auf die belebte und wuselige Stra\u00dfe. Mein Essen schmeckte vorz\u00fcglich, und da Manuela nur ca. 1\/4 ihres Tellers schaffte kam ich quasi in den Genuss eines fast vollst\u00e4ndigen zweiten Tellers (die letzten Bissen gingen dann nur mit Gewalt runter \u2013 aber manchmal muss man sich eben qu\u00e4len).<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg brachte wie gesagt noch etliche Stoffl\u00e4den, aber auch eine n\u00e4here Betrachtung einer Blechkisten-Manufaktur. Es handelte sich um gr\u00f6\u00dfere Blechkisten wie man sie auch bei uns im Baumarkt bekommt, z.B. als Stauraum f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Werkzeuge. Hier wurden die Einzelteile aber von ca. 15 M\u00e4nnern von Hand aus dem vollen Blech heraus getrennt, die ganzen Falzen f\u00fcr die Versteifung oder den Rand der Teile mit dem Hammer in das Blech getrieben und das Ganze zusammengebaut und lackiert. Ein ordentlicher L\u00e4rm. Und wie so oft konnten wir uns mit einem der M\u00e4nner unterhalten da er einigerma\u00dfen Deutsch sprach.<\/p>\n<p>Fazit: Entgegen meinen urspr\u00fcnglichen Erwartungen lohnt sich der Besuch des Stadtteils (zumindest wenn man mein Casablanca-Restaurant findet).<\/p>\n<p>Nachdem meine Mitbewohnerinnen in der Wohnung die Tagesbeute ausf\u00fchrlich begutachtet hatten ging es in unsere Stammkneipe \u2013 so nannten wir das zwischenzeitlich &#8211; den Allround-Kiosk ein paar Stra\u00dfenz\u00fcge entfernt. Dort lie\u00dfen wir den Abend ausklingen und den Tag Revue passieren. Heute kamen wir dann aber noch einmal in n\u00e4heren Kontakt mit der Tochter der Kioskbesitzerin. Sie spricht prima Deutsch womit auch eine fl\u00fcssige Unterhaltung m\u00f6glich war. Wie so viele KamerunInnern teilt sie die Hoffnung auf ein Weiterkommen via Deutschland. Sie will in Siegen studieren und hat schon eine Zulassung f\u00fcr den dortigen Vorkurs in Deutsch. Unter anderem unterhielten wir uns auch \u00fcber die viel zu hohen Erwartungen die hierzulande an Deutschland existieren. Wir haben noch versucht ihre Vorstellungen von Deutschland auf ein realistischeres Niveau zu bekommen, aber in wie weit uns das gelungen ist wissen wir nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Anmerkung: Es ist unglaublich wie viele junge Leute, manchmal auch \u00c4ltere, hier in Kamerun Deutsch beherrschen. Und mit &#8222;beherrschen&#8220; meine ich, dass die das wirklich k\u00f6nnen. Und sich auch trauen es zu sprechen &#8211; obwohl man meist der erste Deutsche ist den sie in der freien Wildbahn antreffen. Das ist das kein Gestammel, sondern das sind vollwertige Unterhaltungen. Grund ist bei den meisten, dass sie Deutschland als Ziel haben, dort studieren oder arbeiten wollen, &#8230; . Es schmerzt zu wissen, dass es nur einem ganz winzigen Teil von ihnen gelingen wird. Andere die wir getroffen haben, haben diesen &#8222;Traum&#8220; schon gelebt &#8230; und sind mangels Arbeit wieder da. So z.B. Sylvain, ein ganz netter Mann der im Haus gegen\u00fcber als Tagel\u00f6hner auf der Baustelle eines Hauses arbeitet. Er war vor ca. 15 Jahren in Deutschland, hat dort eine Maurerlehre gemacht und abgeschlossen. Bl\u00f6derweise gab es 2004 in der Baubranche dann keine Arbeit, und so ist er nun wieder hier.<\/p>\n<h2>Tag 10 (18.8.): Nationalpark Mfou und Pirogenfahrt<\/h2>\n<p>Anmerkung: Mfou wird offenbar gelegentlich auch als Mefou geschrieben. Gemeint ist jedoch der gleiche Ort.<\/p>\n<p>Bereits relativ fr\u00fch ging es an diesem Tag mit William (dem Bruder der kamerunischen Manuella) von Yaound\u00e9 in den S\u00fcden. Da Ahala schon im S\u00fcden von Yaound\u00e9 liegt, war das Verlassen der Stadt somit wesentlich verk\u00fcrzt. Erstes Ziel war der Nationalpark von Mfou. Nach der Ankunft in der Ortschaft lie\u00df sich William von einem Motorad-Taxi den Weg zum Nationalpark zeigen. Das war die schlimmste Piste die man unter gr\u00f6\u00dfter Anstrengung noch mit einem normalen PKW machen kann, und das auf einer Strecke von ca. 20km. Der im Reisef\u00fchrer beschriebene Weg ist somit definitiv besser, er hat nur 6km und ist, wie wir auf der R\u00fcckfahrt feststellen konnten, auch in einem besseren Zustand.<\/p>\n<p>Der Park selbst (<a href=\"http:\/\/apeactionafrica.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">apeactionafrica.org<\/a>) beherbergt die unterschiedlichsten Arten von Affen. Es handelt sich um Affen die urspr\u00fcnglich von Einheimischen als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bushmeat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bushmeat<\/a> (Tiere aus der freien Wildbahn die am Stra\u00dfenrand als Essen angeboten werden) gefangen wurden, aus privater Tierhaltung befreit wurden, krank gefunden wurden, \u2026 . Die imposantesten sind nat\u00fcrlich die Gorillas, aber neben den auch netten Schimpansen gibt es etliche weitere Affenarten aus den unterschiedlichsten Teilen von Kamerun. Neben einheimischen Mitarbeitern gibt es auch eine ordentliche Anzahl an Freiwilligen aus Europa, Australien, \u2026 die hier eine Zeit lang mitarbeiten und gleichzeitig die Anlage durch das Bezahlen ihres Aufenthalts unterst\u00fctzen \u2013 Respekt! Ein F\u00fchrer erl\u00e4utert die weitl\u00e4ufige Anlage und den Umgang mit den Tieren. Ziel ist die Auswilderung. Der Eintritt von ca. 10,- \u20ac ist hier mal absolut gerechtfertigt.<\/p>\n<p>\u00dcber den im Reisef\u00fchrer beschriebenen Weg (es nehme nach M\u00f6glichkeit niemand den anderen) machten wir uns von diesem Sanctuary dann auf den Weg nach Ebogo am Nyong-Fluss. Auf diesem Abschnitt der Fahrt machten wir noch die Bekanntschaft mit der kamerunischen Polizei. Die haben immer mal wieder Stra\u00dfensperren und wir wurden herausgezogen &#8211; laut William einzig und allein weil die schon von Weitem den Wei\u00dfen auf dem Beifahrersitz gesehen hatten. Langatmig, herablassend belehrend wurde in einem immer l\u00e4ngeren Gespr\u00e4ch ein Fehler nach dem anderen aufgez\u00e4hlt und demonstrativ im Strafkatalog aufgezeigt und uns unter die Nase gehalten. So hatte William z.B. den Sicherheitsgurt nicht angelegt und wir hatten eine Person zu viel im Auto &#8211; gleichzeitig fuhr ein \u00fcberladenes Auto nach dem anderen an uns vorbei und gr\u00fc\u00dfte den &#8222;Polizisten&#8220;. So weit ich das verstanden habe wurde William unterstellt, dass er die Tour kommerziell macht, daf\u00fcr gar keine Zulassung hat. Ob der ganzen Umst\u00e4nde habe er keine Versicherung f\u00fcr das Auto. Der F\u00fchrerschein solle einbehalten werden. Irgendwann raunte mir William zu ich solle ihm Geld geben. Ich verstand den Betrag unter diesen Umst\u00e4nden leider falsch, h\u00e4tte aber auch nur einen 10.000 XAF-Schein gehabt. Wie schnell sich die Hand des feisten Polizisten, der mit Sonnenbrille nach dem Vorbild aus amerikanischen Filmen ausgestattet war, in das Auto bewegte, sich als Faust um den 10.000-er schloss und wieder verschwand, kann man sich fast nicht vorstellen. Genauso schnell folgte eine Geste zur Weiterfahrt, William st\u00f6hnte kurz auf und sagte \u201e<em>ich wollte 5.000<\/em>\u201c, und weiter ging die Fahrt. <strong>Korruption<\/strong> und <strong>Wegelagerei<\/strong> sind nur ein paar Begriffe die uns spontan zu diesem Banditentum einfielen &#8211; kein Wunder h\u00e4lt Kamerun den Platz 145 von 176 gelisteten L\u00e4ndern im <a href=\"https:\/\/www.transparency.de\/Tabellarisches-Ranking.2828.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Korruptionsindex 2016 von Transparency International<\/a> . Als Deutscher ist das einfach au\u00dferhalb jeder Vorstellungskraft. Schade f\u00fcr Kamerun.<\/p>\n<p>Auf dem weiteren Weg nach Ebogo kehrten wir noch in ein gutes Lokal zum Mittagessen ein \u2013 es gab u.a. saure Nieren, Fisch, frittierte Bananen, Reis. Wie immer lecker!<\/p>\n<p>In Ebogo angekommen, fanden wir eine eine nette und saubere Anlage aus einzelnen Lodges (die man mieten kann), an einem Abhang zum Nyong vor. Der selbst ist ca. 100m breit und flie\u00dft gem\u00e4chlich, idyllisch durch den Wald. Mit Pirogen (kleine schlanke Paddelboote die aus als Einbaum aus einem Baumstamm gearbeitet sind) kann man eine Flusstour machen (20.000 XAF). Bernadette und ich verzichteten, die Anderen machten sich mit zwei dieser Pirogen f\u00fcr gute 1,5 Stunden auf den Weg. Neben der generell sch\u00f6nen Tour, wurde anschlie\u00dfend speziell vom gr\u00f6\u00dften Baum der Region (lt. Reisef\u00fchrer mit 12m Durchmesser) berichtet. Es muss wohl wirklich ein sehr imposantes Teil sein!<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg war dann ohne nennenswerte Ereignisse. Da wir aber den gleichen Weg zur\u00fcck mussten, erwarteten wir allerdings jeden Moment wieder die wegelagernden Banditen, die hier auch als Polizei bezeichnet werden und das (zumindest offiziell) auch sind.<\/p>\n<h2>Tag 11 (19.8.): Hochzeit von Manuella, Teil-Abreise<\/h2>\n<p>Um Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen: Geheiratet hat unsere kamerunische Freundin Manuella, nicht die deutsche WG-Mitbewohnerin Manuela :-).<\/p>\n<p>Trotzdem kam diese Hochzeit f\u00fcr <strong>Alle<\/strong> doch sehr \u00fcberraschend. Im Endeffekt wurde sie von den beteiligten Familien am Mittwoch vereinbart, dann wurde versucht einen Hochzeitstermin im B\u00fcrgermeisteramt zu bekommen, und am heutigen Samstag ist es bereits so weit. Unverhofft kommen wir also nicht nur zu einer Hochzeit, sondern gleich zu zwei Hochzeiten.<\/p>\n<p>Manuela, die bislang eigentlich durch genaue Zeitangaben gegl\u00e4nzt hat, sagte uns die Hochzeit w\u00fcrde um 9:00 Uhr beginnen. Wir also um ca. 7:40 Uhr los, damit wir rechtzeitig da sind und vorher vor Ort auch noch Fr\u00fchst\u00fccken k\u00f6nnen. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es dann die lokalen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beignet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beignets<\/a>, die immer frisch frittiert verkauft werden und megalecker sind. Dann ab zum Standesamt. Tja &#8230; kamerunische Zeitfalle! Wir sind also immer noch Anf\u00e4nger. Die Hochzeit war n\u00e4mlich erst f\u00fcr 10:00 Uhr angesetzt. Da konnte sie aber auch nicht stattfinden, weil die anderen beiden Brautpaare (es wurden drei auf einmal getraut) noch nicht da waren &#8211; eine der Br\u00e4ute war z.B. noch beim Machen der Fingern\u00e4gel. Das Standesamt hat aber wenigstens zwischenzeitlich Geldstrafen f\u00fcr das zu sp\u00e4te erscheinen verh\u00e4ngt. Als das dann alles ausdiskutiert war, das eine Paar wollte n\u00e4mlich nicht zahlen, ging es um ca. 11:00 Uhr dann endlich los.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Sandra Ga\u00eblles Hochzeit war dieses Mal die Tonanlage in Ordnung. Somit war ich in der Lage den Worten des trauenden B\u00fcrgermeisters so einigerma\u00dfen zu folgen (irgendwann m\u00fcsste ich mal wieder Vokabeln lernen :-( ). Das was ich aber verstanden habe, hat mich erneut aus der Fassung gebracht. Die Frage und Entscheidung nach Poly- versus Monogamie kannte ich ja schon. Aber nun verstand ich auch die offiziellen Regeln die der Trauung zugrunde liegen, die wurden n\u00e4mlich im Anschluss an diese Frage verlesen. Im Endeffekt l\u00e4uft das erst mal auf eine f\u00fcr uns ziemlich antiquierte, patriarchalische Rollenverteilung hinaus. Die Frau ist f\u00fcr das Haus, den Haushalt, die Kindererziehung, &#8230; zust\u00e4ndig und hat dem Mann zu gehorchen (mal als Auszug). Es wird aber auch offiziell, als einer von drei wichtigen Punkten, vor \u00fcber hundert Anwesenden, und ganz offiziell angesprochen, dass die Frau dem Mann jederzeit f\u00fcr den Beischlaf zur Verf\u00fcgung zu stehen hat, ob Sie gerade in der K\u00fcche ist, unter der Dusche, &#8230; oder sonst wo (das wurde wirklich ausgesprochen). Das findet dann nicht nur die Zustimmung der anwesenden Herren, nein, auch die anwesenden Damen kennen die relevanten Passagen des Texts auswendig, und stimmen laut mit ein. Ein Freund, dessen Tochter mit einem Kameruner verheiratet ist, hat mir das best\u00e4tigt und sagt das gehe noch auf den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Code_civil\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Code Napol\u00e9on<\/a> zur\u00fcck (von 1804).<\/p>\n<p>Im Anschluss an die Trauung fand die auch bei uns \u00fcbliche Fotosession statt und es ging dann in ein Restaurant \/ einen Club. Dort wartete bereits ein sehr sch\u00f6nes Buffet auf uns. Nach einem gem\u00fctlichen Essen, mit viel Lachen und Gespr\u00e4chen, war diese Hochzeit dann vorbei und wir machten uns auf den Heimweg.<\/p>\n<p>F\u00fcr (die deutsche) Manuela, f\u00fcr Miriam und f\u00fcr Bernadette war das n\u00e4mlich der letzte Tag in Kamerun. In der Nacht, um 0:25 Uhr, geht der Turkish Airlines Flug nach Istanbul ab. So stand also erst mal packen auf dem Programm. Ein abschlie\u00dfender Besuch unserer &#8222;Stammkneipe&#8220; beschloss den Aufenthalt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Drei so ca. um 21:00 Uhr zum Flughafen nach Nsimalen aufbrachen, verbrachten Irene und ich noch einen gem\u00fctlichen Abend und machten uns dann zum Schlafen auf.<\/p>\n<h2>Tag 12 (20.8.): Faulenzen<\/h2>\n<p>Die \u00dcberschrift sagt schon alles. Bernadette hatte f\u00fcr Irene ein Buch da gelassen, dass die in einem Rutsch bis sp\u00e4t in der Nacht durch las. Ich brachte z.B. de Blog \u201eup to date\u201c und hatte dann meinen Kindle zum Lesen f\u00fcr mich. Also sa\u00dfen jetzt nur noch zwei \u201eLes blancs\u201c im Beton-Innenhof und genossen einfach den Tag.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4teren Nachmittag gingen wir dann zum Essen an einen Kiosk der von einem Senegalesen betrieben wird. Es war wie schon beim letzten Mal sehr lecker und der junge Mann, der den Kiosk betreibt, sprach lange mit uns. Er war schon in diversen L\u00e4ndern, hat \u00fcberall dazu gelernt, und betreibt mit dem Kochwissen das er bei einem Franzosen gelernt hat nun sein B\u00fcdchen. Er hat hier wohl mit Sandalen-Verkauf begonnen, hatte binnen eines Jahres das Geld f\u00fcr den Kiosk \u2013 der \u00fcbrigens gegen\u00fcber einer Schule ist \u2013 und sagt das l\u00e4uft prima, er k\u00f6nne gut leben. Offenbar sind viele der wohlhabenden Gesch\u00e4ftsleute und Hausbesitzer in der Innenstadt alle Senegalesen.<\/p>\n<p>Den Abend verbrachten wir wieder lesend. Bei mir begann dann ein Rumoren im Magen und den Ged\u00e4rmen. Nachdem ich mich hingelegt hatte ging es dann los. Den ganzen Abend und noch die halbe Nacht folgte ich den strickten und nicht diskutierbaren Entschlackungs-Richtlinien einer ausgewachsenen Diarrh\u00f6.<\/p>\n<h2>Tag 13 (21.8.): Armes H\u00e4slein bist Du krank &#8230;<\/h2>\n<p>Den ganzen Tag zur Sicherheit bis zum Abend erst mal nichts gegessen. Nur getrunken \u2013 und am Morgen schon versucht ob das Wasser zwischenzeitlich wieder drin bleibt. Blieb es \u2013 also die t\u00e4gliche Malaria-Prophylaxe Malarone eingeworfen (by the way: das sind jedes Mal 5,- \u20ac), Magnesium und Calcium \u2026 und es blieb alles drin.<\/p>\n<p>Chantal, die Tante von Manuella in Bagangt\u00e9 meldet sich noch, sie erinnert noch mal an den Eee PC den ich hier dabei habe und ihr versprochen habe. Freut mich, dass sie scharf darauf ist und sie bekommt ihn mehr als gerne. Als ich gesehen hatte wie sie sich spontan in das kleine Ding verliebt hat, blieb mir gar keine andere Wahl als ihr das Ger\u00e4t zu schenken. Ich hoffe sie hat Freude damit \u2013 denn bzgl. Leistung etwas in die Jahre gekommen ist das Teil ja schon, und au\u00dferdem ist Mint-Linux drauf.<\/p>\n<p>William besucht uns noch und wir reden l\u00e4nger \u00fcber die Vorstellungen von Kamerunern \u00fcber die Deutschen. Wusstet ihr z.B. dass die Franzosen ihre Schuhe nach Bedarf und auch auf den Preis achtend kaufen, w\u00e4hrend wir Deutschen nur die besten Markenschuhe kaufen wann immer es uns gerade einf\u00e4llt? Nicht? Wir auch nicht :-). Wir versuchen ihm die Diskrepanz zwischen dem was man in Kamerun \u00fcber Deutschland denkt, und der Realit\u00e4t zu erkl\u00e4ren. An ein paar Stellen versteht William da die Welt nicht mehr \u2013 aber ich habe hier noch fast keine normalen Vorstellungen \u00fcber Deutschland angetroffen. William bekommt noch den zugesagten Zuschuss f\u00fcr die Neubeschaffung seines gestohlenen Smartphones und macht sich dann wieder auf den Weg.<\/p>\n<p>Der Tag klingt mit einem kurzen Einkauf (bin schwei\u00dfgebadet, da komplett ersch\u00f6pft), einem halben Baguette essen (hoffe das war kein Fehler) sowie Schreiben und Lesen aus.<\/p>\n<h2>Tag 14 (22.8.): Letzter Tag in Kamerun<\/h2>\n<p>Mein Ged\u00e4rm tut es so einigerma\u00dfen wieder &#8211; wobei sich sp\u00e4ter herausstellt, dass es eher nur am Nicht-Essen lag. Wir machen eine ausgedehnten Spaziergang und begeben uns zu Fu\u00df vom hinteren Ende von Ahala, \u00fcber die zentrale Stra\u00dfe durch ganz Ahala, bis zur Stadt auf.<\/p>\n<p>Nach unserer R\u00fcckkehr packen wir irgendwann. Die Schneiderin kommt noch, wie sich herausstellt auch eine Verwandte von Sandra Ga\u00eblle, und bringt die ganzen gen\u00e4hten Kleider. Sieht alles prima aus!<\/p>\n<p>Nun noch Duschen, die letzten sauberen Klamotten anziehen, und dann kommt auch schon William, der uns zum Flughafen fahren wird. Bereits am Vortag hatten wir den Termin mit ihm vereinbart &#8211; und den vor allem &#8222;a point&#8220; festgelegt. Also &#8222;p\u00fcnktlich&#8220;. Hat prima geklappt.<\/p>\n<p>Hermine, unsere Vermieterin, nimmt noch die Wohnung in Augenschein und ist zufrieden. Nach einer kleineren Verabschiedung geht es dann zum Flughafen. Wie von Sandra Ga\u00eblle empfohlen, nehmen wir einen kostenpflichtigen Gep\u00e4cktr\u00e4ger damit unser Gep\u00e4ck auch problemlos durch die Abfertigung kommt. Das klappt dann, nachdem der Preis verhandelt war, auch reibungslos.<\/p>\n<p>Nach dem Check-In folgen die Sicherheits-Kontrollen:<\/p>\n<ol>\n<li>Ausreise-Formular ausf\u00fcllen. Boarding-Pass und Reisepass-Kontrolle mit erneutem Foto und Fingerabdr\u00fccken.<\/li>\n<li>Direkt dahinter, keine 5m entfernt, steht an der T\u00fcr die n\u00e4chste Delegation, und kontrolliert wieder den Pass.<\/li>\n<li>Das Gep\u00e4ck l\u00e4uft durch die \u00fcbliche Scanner-Maschine, nur dass hier nicht sonderlich geschaut wird was das Bild zeigt &#8211; sofern dort \u00fcberhaupt eines ist, das wei\u00df ich nicht. Foto muss ich aber weder raus nehmen, noch anschalten.<\/li>\n<li>Durchschreiten des Metalldetektors &#8211; so wie an europ\u00e4ischen Flugh\u00e4fen auch.<\/li>\n<li>Es folgt 3m weiter die n\u00e4chste Kontrolle des Reisepasses!?<\/li>\n<li>Dann stehen zwei Beamte da, der Reisepass wieder kontrolliert, und das Gep\u00e4ck wird komplett zerlegt und in Augenschein genommen. Die kamerunischen Beh\u00f6rden trauen dem Scanner also wirklich nicht. Das dauert! Ehrlich! Pro Person dauert das! Schlange! Und dunkelh\u00e4utigen Einheimischen wird es speziell schwer gemacht &#8211; sehr belehrende Gesten bezeugen das. Gleichzeitig m\u00fcssen die Demut zeigen. Als ich an der Reihe bin lernt der kamerunische Beamte einen komplexen VAUDE-Rucksack kennen &#8211; er entdeckt die beiden Hauptf\u00e4cher und bekommt eins gar nicht auf. Die vielen kleinen F\u00e4cher, incl. dem Deckelfach, \u00fcbersieht er gleich mal. Interessanter ist mein enthaltener Canon-Fotorucksack (Sling-Bag). Das Hauptfach \u00f6ffnet er im Stehen und ist \u00fcberrascht als ich ihm in die Parade fahre um den Absturz meiner Kamera zu verhindern. Oh Mann &#8230;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch diesen Mist verz\u00f6gert sich die Abfertigung unendlich. Das scheint jeden Abend so zu sein. Die Besatzung des schon lange wartenden Turkish Airline Fliegers nimmt es gelassen hin, dass wir zum Schluss mit fast einer Stunde Versp\u00e4tung raus k\u00f6nnen. Boarding und Abflug war dann direkt nach dem letzten Passagier der die ganze Liste durchlaufen hatte.<\/p>\n<p>Bzgl. der Sicherheit war das dann alles andere als vertrauensbildend.<\/p>\n<h2>Tag 15 (23.8.): R\u00fcckflug<\/h2>\n<p>Das Flugzeug hatte dann nach kurzer Zeit eine Zwischenlandung in N&#8217;Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Es stiegen zwar etliche aus (u.a. mein Nebensitzer), aber leider auch wieder gerade so viele wieder ein. Der Flieger blieb also voll besetzt.<\/p>\n<p>Nach planm\u00e4\u00dfigem Aufenthalt in Istanbul ging es dann f\u00fcr uns nach M\u00fcnchen. Da wir leider auch mit Versp\u00e4tung in Istanbul los kamen, war die Ankunft in M\u00fcnchen dann auch versp\u00e4tet. Eines unserer Zugtickets nach Hause war ein Sparticket und die Zeit raste dahin &#8211; planm\u00e4\u00dfige S-Bahn war nicht zu halten. Dann fehlte noch einer der Koffer von Sandra Ga\u00eblle, den wir mitgenommen hatten. Also noch zum Lost &amp; Found Schalter, Fehlanzeige aufgeben. Dann im Laufschritt, mit einer 23kg-Tasche in der Hand (f\u00fcr Manuella mitgenommen und voller &#8222;duftender&#8220; Lebensmittel) zur S-Bahn damit wir wenigstens die n\u00e4chste bekommen. Im M\u00fcnchener Hauptbahnhof dann von unten nach oben in den Fernbahnhof, und in letzter Sekunde in den planm\u00e4\u00dfigen ICE! Hab ich schon mal erw\u00e4hnt, dass die meisten ICE-Schaffner nett sind?<\/p>\n<p>Kurz vor 23:00 Uhr waren wir dann zu Hause. Kinder haben uns schon erwartet und mit Plakaten, Luftballons und einem prall mit Lebensmitteln gef\u00fcllten K\u00fchlschrank erwartet. Super &#8211; und Ende der Reise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[8. Update, Stand vom 24.8. (erstes Tagesupdate), es werden nun noch Bilder folgen &#8211; ich habe wieder einen PC unter den Fingern] Grunds\u00e4tzlicher Anlass der Reise war, neben unserer allgemeinen Reiselust, eine Hochzeitseinladung des ehemaligen Au-Pairs meiner Schwester Bernadette. Sie hei\u00dft Sandra&nbsp;Ga\u00eblle und hatte in Deutschland St\u00e9phane, einen Kameruner der auch aus Yaound\u00e9 stammt, kennen &#8230; <a title=\"Kamerun 2017\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/kamerun-2017\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Kamerun 2017\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1505","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1505"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1506,"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1505\/revisions\/1506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/grupp-web.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}