Malaysia - Kuala Lumpur - 23.6.2009
Bereits am Vorabend hatten wir uns an der Rezeption erkundigt welche Möglichkeiten wir haben um die Hauptstadt von Malaysia - Kuala Lumpur - in wenigen Stunden anzuschauen. Kuala Lumpur liegt ca. 50km vom Flughafen KLIA entfernt und man kann z.B. mit dem Zug in die Stadt fahren. Da wir allerdings auf den Besuch nicht vorbereitet waren und nun aber trotzdem möglichst viel sehen wollten, entschieden wir uns für das Hotelangebot einer geführten Tour mit Fahrer und zugehörigen Auto. Mit ca. 80,- EUR war das im ersten Augenblick nicht sonderlich billig. Pro Person waren das aber "nur" noch 20,- EUR und dafür fiel schon mal das Zugticket pro Person weg. Nach diesen Überlegungen hatten wir also schon am Vorabend gebucht und starteten den Tag deshalb recht früh mit einem Frühstück am erneut herrlich hergerichteten Büffet. Der einzige Minuspunkt war an diesem Morgen die Speisenauswahl von Andreas Greck - er hatte in einem Fernsehbericht etwas über "tausendjährige Eier" gesehen und genau dieses Zeugs gab es doch tatsächlich hier.
Nun ja ... außer Andreas hat das niemand probiert und er beließ es dann doch auch beim Probieren.
Nach einem ausgiebigen Frühstück meldeten wir uns dann mit leichter Verspätung an der Rezeption und wurden von dort an unseren Fahrer und Guide weiter verwiesen. Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir zu einer Mercedes-Limousine mit Klimaanlage geführt und machten uns auf den Weg in das ca. 50km entfernte Kuala Lumpur.
Im Gegensatz zum Nachbarland Indonesien ist die Bevölkerungsdichte offenbar geringer und gleichzeitig das Straßennetz und die Autobahnen mit den unseren in Deutschland vergleichbar. So verging die Zeit wie im Flug und nebenbei erhielten wir die ersten Informationen - z.B. zur Staatsform (Demokratie) mit mehr oder weniger repräsentativem König (offenbar mehrere Familien die sich turnusmäßig als König der Reihe nach abwechseln). Der Königspalast war dann auch unser erster Besichtigungsort.
Zu sehen gibt es beim Königspalast nicht wirklich viel. Da ein Betreten des Areals nicht möglich ist, beschränkt sich der Besuch auf ein bisschen über bzw. durch den Zaun schauen sowie auf Erinnerungsfotos mit den beiden Wachen in Wachhäuschen bzw. den beiden Pferdewachen.
Die nächste Station war ein . Der Tempel selbst ist aus der Neuzeit, beherbergt im Erdgeschoss ein Restaurant, Andenken- und Devotionalien-Geschäft und erst auf dem Dach findet man den eigentlichen Tempel. Es waren relativ viele Gläubige anzutreffen und im Inneren fand eine Zeremonie statt.

Anschließend brachte uns der Fahrer zu den "Lake Gardens" einem riesigen Freiluft-Pflanzen und -Tierpark. Hier gibt es riesige Gehege für Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken aber auch größere Tiere. Angesichts der knappen Zeit scheuten wir dann aber die relativ hohen Eintrittspreise und sahen dieses imposante Areal deshalb nur von Außen bei der Vorbeifahrt.
Über das Nationaldenkmal "Tugu Negara" (vor allem im Gedenken an den Befreiungskampf gegen die japanische Besatzung) kamen wir dann in die Innenstadt zum Freiheitsplatz der optisch vom Sultan Abdul Samad Gebäude dominiert wird.
Über die natürlich bei einem Kuala Lumpur Besuch selbstverständlichen Petronas Towers ging es dann durch China-Town wieder zurück zum Kuala Lumpur International Airport (KLIA) bzw. unserem direkt daneben liegenden Hotel.
Nach einem erneut üppigen und tollen Mittagessen rüsteten wir uns dann zum Aufbruch gen Surabaya/Indonesien. Vor dem Abflug war aber lt. Isabelle ein Toilettenbesuch in der Hotellobby unumgänglich. In der Tat waren wir alle von den technischen Möglichkeiten heutiger sanitärer Anlagen tief beeindruckt. Insbesondere Herr G.V. opferte sich für uns alle und führte eines der imposanten Features live vor - wir danken ihm alle für diesen persönlichen Einsatz, hoffen er ist zwischenzeitlich wieder trocken und gehen davon aus, dass die Decke und der Türrahmen nicht all zu viel Schaden genommen haben.

Im Anschluss an dieses unvergessliche Ereignis (noch einmal DANKE G.) ging es dann wieder zum Flughafen und dieses Mal ohne weitere Komplikationen nach Surabaya.
Durch ein Missverständnis wurden wir dort aber nicht erwartet um nach Malang zu kommen. Nachdem wir einige Zeit gewartet hatten ob nicht doch noch jemand kommt, starteten wir dann Verhandlungen mit diversen Taxiunternehmen und fuhren dann für einen recht hohen Preis nach Malang an das VEDC.
Am VEDC war die nicht englisch sprechende Rezeption in Bima Hall (das ist das ältere Gästehaus) dann doch auch etwas überrascht über unsere Ankunft und konnte leider Frau Idama oder Frau Adhit nicht erreichen. Es gab für uns aber schon eine überarbeitete Agenda lt. der wir am nächsten Morgen dann gleich das 1. Meeting mit dem VEDC-Management hatten.
Wir bezogen dann unsere Zimmer (drei in der Bima Graha, eines in der Bima Hall) und gingen dann noch kurz auf die Suche nach unseren Technikern. Nach dem Abklappern der diversen Gästehäuser auf dem Campus fanden wir sie dann im Pavillon - der eigentlich schönsten Unterkünfte für diesen Zweck. Es war dann noch ein recht schöner Abend mit dem ersten Bintang. Den Technikern gelang es auch noch Adhit telefonisch zu erreichen die über unsere Ankunft dann doch sehr verwirrt war.
Anschließend ging es dann zu Bett. Die insgesamt doch recht anstregende und lange Anreise hatte damit mit fast zwei Tagen Verspätung erst einmal ihr Ende gefunden.



