Perfomance-Aspekte bei der Virtualisierung
- Posted by Andreas Grupp am 09.16.2011
Etwas überrascht habe ich von einem Kollegen erfahren, dass es Firmen gibt die ihre Server mit VirtualBox statt mit den übliche Verdächtigen wie VMware, Xen, KVM, ... virtualisieren. VirtualBox war bei mir irgendwie nur für virtuelle Maschinen auf dem Desktop abgespeichert. Offenbar ist VirtualBox aber so hochperformant, dass es locker mithält bzw. im Vergleich stellenweise sogar schneller ist.
In diesem Zusammenhang übermittelte der Kollege mir auch die Website http://www.ilsistemista.net. Dort hat es einige sehr gute Artikel zu Performance-Unterschiede diverser Lösungen - und das mit umfangreichen Tests belegt.
Sehr geholfen hat mir z.B. diese beiden Artikel (KVM I/O slowness on RHEL 6 und KVM vs VirtualBox 4.0 on RHEL 6). Fazit für KVM in aller Kürze:
- Unbedingt auf dem Hostrechner das Caching für die virtuellen Festplatten abschalten. Das gilt insbesondere für die zweite und alle weiteren Festplatten - bei der ersten macht es RedHat von selbst. Konnte ich prompt nachvollziehen!
- Bei Verwendung von Dateien zur Verwendung als virtuelle Festplatte im Gastsystem sollten die Dateien komplett vorangelegt werden damit der ganze Plattenplatz schon reserviert ist. Der Virtual-Machine-Manager tut das nämlich nicht und die Performance ist dann liederlich. Da ich dem VirtManager eine LVM-Physical VG für die Gäste gegeben habe, war ich zumindest nicht in diese Falle getappt.
Aber ggf. selbst die obigen Quellen nachlesen - lohnt sich!
Für Tests mit der Netzwerkperformance eignet sich iperf zu dem es hier ein ganz brauchbares Tutorial gibt -> http://openmaniak.com/iperf.php.