Dell Latitude E6520 mit Linux
- Posted by Andreas Grupp am 11.20.2011
Die Installation wurde mit Fedora 15, openSUSE 11.4 und zwischenzeitlich auch openSUSE 12.1 durchgeführt. Prinzipiell war das Gerät mit all diesen Distributionen installierbar.
Als Setup hatte ich jeweils eine LVM-basierende Installation mit Verschlüsselung verwendet. Dabei wird "nur" der Bereich /boot unverschlüsselt auf der Festplatte abgelegt - das ganze restliche Dateisystem ist verschlüsselt. Fedora frägt beim Booten den Passphrase in einem grafischen Bildschirm - war prima aussieht. Leider konnte ich aber nicht feststellen wie das eigentich gemacht wird - bei openSUSE bleibt es an der Stelle nämlich erst mal beim Fallback auf den Textbildschirm.
Der enthaltene WLAN-Chipsatz (Broadcom BCM4313) wurde bei beiden Distributionen von Haus aus nicht unterstützt und es war Nacharbeit notwendig um Wireless ins Netz zu kommen.
- Bei openSUSE 12.1 habe ich zuerst die gleiche Lösung wie bei 11.4 versucht (siehe unten), scheiterte aber damit. Eigentlich soll der installierte Kernel in der Version 3.1.0 diesen Chipsatz ja auch ohne weiteren Treiber unterstützen - tat es hier aber erst mal nicht. Die Lösung brachte dann das Paket kernel-firmware. Dass openSUSE dieses Paket nicht gleich von Haus aus installiert, vor allem wenn schon diese WLAN-Chipsatz gefunden wurde, halte ich für einen bösen Bug. Schade! Ab Kernel 3.2 müsste dann dieser Treiber wieder durch den Original-Brcm80211-Treiber (Brcmsmac und Brcmfmac) von Broadcom abgelöst werden.
- Bei openSUSE 11.4 wurden vom Packman-Repository die Pakete broadcom-wl und broadcom-wl-kmp-desktop installiert. Für openSUSE 11.4 gilt, dass durch die Verwendung dieses Treibers von Broadcom der Kerneltreiber b43 erst mal auf der Blacklist landet. Mit dem B43-Treiber unter einem 3.0.1-Kernel (openSUSE-Tumbleweed) war das WLAN aber auch leider erst mal nicht funktionsfähig. Weiteres zum Thema ... .
- Bei Fedora 15 fand sich der Treiber im RPM-Fusion-Repository
Richtig ärgerlich wurde es erst beim Reboot des Systems. Während das Runterfahren problemlos klappt, hängt sich das System beim Reboot komplett auf. Ein Bugreport bei Ubuntu brachte die Lösung in Form des Kernelparameters reboot=pci der dann bis hin zu openSUSE 12.1 (neueste hier beschriebene Distribution) notwendig ist.
Letzendlich blieb dann die openSUSE-12.1-Installation auf dem Gerät.
In Linux
1 Kommentar
1. Installation von Ubuntu 10.04 LTS
verlief problemlos. Nachdem ich den propietären (aber enthaltene) Treiber für die WLAN-Karte installieren ließ, konnte ich mich erfolgreich via WLAN verbinden.
Upgrade auf Ubuntu 11.x verlief ebenfalls erfolgreich.
2. Installation von Windows 7 (64Bit):
Ähnliche Probleme wie im vorigen Artikel.
Treiber für NIC, WLAN, Audio, Grafik müssen extra bei Dell heruntergeladen, entpackt und nachinstalliert werden (CAB-DAtei).
Achtung: Wegen UEFI statt BIOS kann nur auf GPT-Datenträger installiert werden.